Heute heißt es Abschied nehmen von Brigit und Carl, und, mit den besten Wünschen und Reisetips ausgestattet, machen wir uns auf den Weg. Zunächst erkunden wir schnell die Strände im Süden - Seal Beach, Huntington Beach (hier wurde ein Teil von Baywatch gedreht!) und Laguna Beach - bevor es schließlich gen Landesinnere geht.
Nach einem kurzen Abstecher nach Palm Springs, ein Ort, der Tennisfans wegen des alljährlichen Weltklasseturniers ein Begriff ist, erreichen wir unseren ersten Nationalpark auf der Liste, den Joshua Tree National Park. Hier rammt sich Imke in Flipflops beim Selbstauslöserbild jede Menge Kaktusgedächtnisstacheln in den Fuß, zum Glück mit keinen weitreichenderen Folgen, obschon eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Aber dieser kleine Zwischenfall kann nichts an der Tatsache ändern, daß der Park ein schönes Naturerlebnis und die Wüstenlandschaft abwechslungsreicher ist als gedacht.
Nach der Durchquerung entschließen wir uns wegen der einbrechenden Dunkelheit, nicht wie geplant durch die Mojave-Wüste zu fahren, sondern die längere, aber hoffentlich weniger einsame Route von Twentynine Palms nach Osten zum Highway 95 zu nehmen. Das mit der Einsamkeit relativiert sich jedoch schnell wieder, denn auf unzähligen Meilen kommt uns kein einziges Auto entgegen und an Wohnsiedlungen ist gar nicht erst zu denken. Angesichts der stetig fallenden Tanknadel und der uns umgebenden Einsamkeit wird uns zwischenzeitlich etwas mulmig zumute, auch wenn uns die Logik sagt, daß an der Kreuzung mit der 95 doch eine Tanke und noch Sprit für mindestens 100 Meilen im Tank sein sollte. Trotzdem bestimmt Ingo schon mal - ob aus Sorge oder Langeweile, sei dahingestellt - den Abstand der Notrufsäulen zu 2 Meilen, da unsere Handys natürlich keinen Empfang haben. Endlich dann der erlösende Anblick einer Tankstelle an der Kreuzung, und mit vollem Tank gehen wir den letzten Streckenabschnitt des Tages an. Nach ca. zweieinhalb weiteren Fahrstunden erreichen wir wohlbehalten Las Vegas - daran gibt es wegen der beeindruckenden Helligkeit am Horizont auch keinerlei Zweifel. Beim Einchecken in "Bill´s Gambling Hall & Saloon", das direkt am berühmt-berüchtigten "Las Vegas Strip" gegenüber vom Kasino "Bellagio" liegt und an das von der Mafia gegründete "Flamingo´s", bekannt aus dem Hollywoodfilm "Bugsy", angrenzt, erleben wir eine freudige Überraschung, haben wir doch ein kostenloses Upgrade von einem normalen Hotelzimmer zu einer geräumigen Suite erfahren, und das für 60 Dollar pro Nacht! Fast benommen von den gegensätzlichen Eindrücken des Tages, Einsamkeit, Wüste und grellem Lichterspiel im "Entertainment Capital of the World" schlafen wir schließlich ein.
1 comment:
Rad shorts dude!
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