Sunday, October 7, 2007

5. Oktober: Durch das Tal des Todes

Nach drei Übernachtungen in Vegas ist schließlich Abreisetag. Der Weg soll uns durch das Tal des Todes (Death Valley), das den tiefsten Punkt der Kontinentalmasse der Vereinigten Staaten beherbergt, über den Highway 395 am Mount Whitney, der wiederum den höchsten Punkt markiert, vorbei nach Mammoth Lakes führen. Bevor wir uns endgültig aufmachen, schauen wir noch kurz bei Eriks Schwester Amy vorbei, die uns einen leckeren Cappuccino serviert und uns eine Tour durch ihr wunderschönes Haus gibt. Nach dem kurzen Zwischenstop geht es endlich auf nach Death Valley.



Zum Glück spielt das Wetter mit und es ist dort nicht, wie im Sommer sonst üblich, unerträglich heiß, sondern erwartet uns mit angenehm kühlen Temperaturen, so daß wir sogar Pullis überziehen müssen. Die Landschaft hat ihre ganz eigenen Reize: Zwar kann das Death Valley, wie der Name schon vermuten läßt, nicht mit einer üppigen, vielfältigen Vegetation aufwarten, aber die verschiedenstfarbigen Fels- und Sandformationen machen das dicke wieder wett und unsere Fahrt durch das Tal des Todes zu einem einmaligen, faszinierenden Erlebnis.











Beim Verlassen des Death Valleys ist die Sonne leider nahezu untergegangen, und von der Landschaft danach bis Mammoth Lakes sehen wir leider nicht viel. Was uns allerdings nicht entgehen kann und für uns eine riesengroße Überraschung darstellt, ist der einsetzende kräftige SCHNEEFALL kurz vor Mammoth Lakes, das wir nach insgesamt 347 Meilen Fahrt erreichen. Wir in unseren für Las Vegas bestens geeigneten Shorts und Sandalen sind auf solche Wetterkapriolen nicht gerade bestens vorbereitet.



Beim Erreichen des Holiday Inn in dem bekannten kalifornischen Skigebiet stellen wir erleichtert fest, daß auch andere Touristen von diesem Wetterumschwung im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt worden sind. Aber alles halb so wild, wir haben je einen Koffer voller Klamotten und die Lagentechnik wird schon dafür sorgen, daß wir nicht frieren müssen. Jedoch bereitet uns die Tatsache Sorge, daß der "Tioga Pass", den wir in zwei Tagen überqueren wollen, um in den Yosemite-Nationalpark zu gelangen, wegen des Schneefalls gesperrt ist. Na ja, es sind ja noch zwei Tage Zeit, und da kann bekanntlich so Einiges passieren. Beruhigt stellen wir fest, daß das Holiday Inn sehr sauber und hervorragend ausgestattet ist, wir haben eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine mit ordentlich Kaffee und sogar einen Whirlpool auf dem Zimmer. Wir beschließen, diesen Luxus noch einmal in vollen Zügen zu genießen, bevor es in das spartanische, doch zumindest beheizte Zelt im Yosemite-Park geht.

Nachtrag: Da wir nicht wissen, wie es in den nächsten Tagen mit Internet-Zugang aussieht - gerade im Nationalpark! - bitten wir zu entschuldigen, falls es einige Tage wieder etwas "stiller" ist.

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