Glücklich, aber hungrig und müde kommen wir nach Rekordzeit wieder unten im Tal beim Curry Village an, wir gönnen uns wieder einmal völlig überteuerte Hot Dogs und jeder eine kleine Schüssel Chili con carne, um danach zufrieden und mit der Welt im Reinen den Tag ausklingen zu lassen.
Friday, October 12, 2007
9. Oktober: Wasserfälle
Auf dem Programm stehen heute die Vernal und Nevada Falls, die einzigen Wasserfälle im Nationalpark, die zu dieser Jahreszeit noch Wasser führen. Die Beschreibung des Trails hält, was sie verspricht: Es geht steil bergauf und unsere vom vielen Autofahren erschlafften Muskeln werden ordentlich beansprucht. Aber es ist jeden Tropfen Schweiß wert, da uns der Trail an unzähligen Stellen mit wunderschönen Ausblicken belohnt. Auch auf die Gefahr hin, daß wir uns wiederholen, möchten wir erneut Bilder die restliche Geschichte erzählen lassen, da wir eh nicht in Worte fassen können, was wir hier sehen und empfinden...








Glücklich, aber hungrig und müde kommen wir nach Rekordzeit wieder unten im Tal beim Curry Village an, wir gönnen uns wieder einmal völlig überteuerte Hot Dogs und jeder eine kleine Schüssel Chili con carne, um danach zufrieden und mit der Welt im Reinen den Tag ausklingen zu lassen.

Glücklich, aber hungrig und müde kommen wir nach Rekordzeit wieder unten im Tal beim Curry Village an, wir gönnen uns wieder einmal völlig überteuerte Hot Dogs und jeder eine kleine Schüssel Chili con carne, um danach zufrieden und mit der Welt im Reinen den Tag ausklingen zu lassen.
8. Oktober: Natur pur
Beim Aufwachen sind wir ziemlich hungrig und steuern daher die Coffee Bar an. Die Preise sind hier gesalzen: Für 15 Dollar werden wir nur halbwegs satt, wir ergattern damit gerade mal einen Kaffee bzw. Tee sowie je einen Bagel und Cookie.
Heute haben wir uns für mehrere kurze Wanderwege entschieden, um in kurzer Zeit möglichst viele verschiedene Eindrücke vom Yosemite-Nationalpark zu gewinnen. Wir beginnen mit dem Erklimmen des "Sentinel Dome", von dem aus man einen phänomenalen Panoramablick über die verschiedensten Berge geboten bekommt.



Zurück am Ausgangspunkt, setzen wir unseren Weg in die entgegensetzte Richtung zum "Taft Point" fort, der ebenfalls eine phantastische Aussicht für uns bereit hält. An dieser Stelle lassen wir am besten Bilder sprechen...




Ein weiteres Highlight dieser Gegend, welches wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen wollen, sind die riesigen Mammutbäume (Sequoien), von denen das Alter der ältesten Exemplare auf bis zu 3000 Jahre geschätzt wird und die damit im Kreise der ältesten Leben überhaupt anzusiedeln sind. Die Ausmaße dieser Bäume sind wirklich beeindruckend: Sie verfügen über einen gewaltigen Stammdurchmesser und ragen weit in den Himmel hinauf. Auch hier sagen Bilder wieder mehr als tausend Worte...

Heute haben wir uns für mehrere kurze Wanderwege entschieden, um in kurzer Zeit möglichst viele verschiedene Eindrücke vom Yosemite-Nationalpark zu gewinnen. Wir beginnen mit dem Erklimmen des "Sentinel Dome", von dem aus man einen phänomenalen Panoramablick über die verschiedensten Berge geboten bekommt.
Zurück am Ausgangspunkt, setzen wir unseren Weg in die entgegensetzte Richtung zum "Taft Point" fort, der ebenfalls eine phantastische Aussicht für uns bereit hält. An dieser Stelle lassen wir am besten Bilder sprechen...
Ein weiteres Highlight dieser Gegend, welches wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen wollen, sind die riesigen Mammutbäume (Sequoien), von denen das Alter der ältesten Exemplare auf bis zu 3000 Jahre geschätzt wird und die damit im Kreise der ältesten Leben überhaupt anzusiedeln sind. Die Ausmaße dieser Bäume sind wirklich beeindruckend: Sie verfügen über einen gewaltigen Stammdurchmesser und ragen weit in den Himmel hinauf. Auch hier sagen Bilder wieder mehr als tausend Worte...
Wednesday, October 10, 2007
7. Oktober: Geisterstadt Bodie und Mono Lake
Für den heutigen Tag haben wir uns viel vorgenommen, weshalb wir uns zeitig auf den Weg machen. Zunächst versuchen wir nachzuholen, was uns gestern verwehrt blieb - doch wir müssen feststellen, daß der Weg herauf zum Devil´s Postpile immer noch nicht vollständig befahrbar ist. Also soll´s wohl diesen Urlaub nicht sein, naja, man braucht ja schließlich auch einen Grund, wiederkommen zu können, gell? Wir schauen noch schnell bei "Schat´s Bakery", die uns von Carl sehr ans Herz gelegt worden ist und allerlei hausgemachte dänische Leckereien führt, vorbei, um uns mit einem Frühstück auszustatten.

Der nächste Stop ist der Salzsee "Mono Lake", der von weitem nicht weiter spektakulär aussieht. Doch am See angekommen, daß sich dieser Abstecher auf jeden Fall gelohnt hat: Kalkablagerungen ragen weit über mannshoch aus dem See und bilden eine interessante, unwirkliche Landschaft. Vegetation und Tierwelt haben sich den widrigen Umständen angepaßt, und alles zusammen bildet ein einzigartiges, äußerst sehenswertes Ökosystem. Zur Historie ist zu sagen, daß der See mindestens 700000 Jahre alt ist und früher eine riesige Fläche bedeckte. Seither schrumpft er beständig, doch kritische Ausmaße nahm dieser Schrumpfungsprozeß seit den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die expandierende Millionenstadt Los Angeles die Zuflüsse des Mono Lakes als Trinkwasserquelle nutzte und umleitete. Im Jahre 1994 zog die Regierung des Staates Kalifornien einen Schlußstrich und legte einen minimalen Wasserstand für den Mono Lake fest, seitdem scheint sich das Ökosystem, welches eine bedeutende Zwischenstation für Zugvögel auf dem Wege nach Südamerika darstellt, stabilisiert zu haben.


Genug doziert, auf geht´s nach Bodie, zur vielleicht schönsten Geisterstadt Amerikas (Zitat Reiseführer). Einst Heimatort von 8000 Goldgräbern um ca. 1880, ist Bodie seit Ende des 2. Weltkrieges verlassen, da die Goldadern schließlich versiegten und die Lebensumstände in ca. 3000 Meter Höhe äußerst hart und lebensfeindlich waren. Das wird uns schon auf der Anreise klar, da der Ort wirklich "in the middle of nowhere" liegt und selbst heutzutage mit Autos nur mühsam zu erreichen ist. Kaum vorstellbar, daß hier einmal so viele Menschen so weit ab vom Schuß (oder das vielleicht gerade nicht, die Gewaltrate war ziemlich hoch und Schußverletzungen mit Todesfolge keine Seltenheit!) gelebt haben. Wir fragen uns wirklich, wovon die Leute damals gelebt und sich ernährt haben - erfolgreiche Landwirtschaft scheint hier kaum möglich.

Durch mehrere Feuersbrünste und natürliche Zerfallsprozesse sind heute nurmehr ca. 5% der damaligen Häuser erhalten. Seit 1962 ist die Geisterstadt ein "State Park", und der Staat Kalifornien bemüht sich um ihre Erhaltung in einer Art "arrested decay". Es ist sehr spannend, durch die Geisterstadt zu streunen und in die verstaubten Wohn- und Schlafzimmer sowie Geschäfte und Klassenzimmer der ehemaligen Bewohner Bodies zu spähen, aber leider drängt die Zeit und wir brechen schließlich gen Yosemite Park auf, um diesen noch im Hellen zu erreichen.


Der Tioga Pass ist gut befahrbar und schlängelt sich durch die wunderschöne Landschaft des Yosemite-Parks. Noch bei Tageslicht kommen wir in Curry Village an und beziehen unser beheiztes Zelt. Bevor wir zu Bett gehen, muß jedoch alles Eßbare sowie Duftende in bärensicheren Boxen außerhalb des Zeltes verstaut werden - herumstreunende Bären auf Futtersuche sind hier keine Seltenheit. Anschließend kuscheln wir uns in unser inzwischen wohlig warmes Bettchen.
Der nächste Stop ist der Salzsee "Mono Lake", der von weitem nicht weiter spektakulär aussieht. Doch am See angekommen, daß sich dieser Abstecher auf jeden Fall gelohnt hat: Kalkablagerungen ragen weit über mannshoch aus dem See und bilden eine interessante, unwirkliche Landschaft. Vegetation und Tierwelt haben sich den widrigen Umständen angepaßt, und alles zusammen bildet ein einzigartiges, äußerst sehenswertes Ökosystem. Zur Historie ist zu sagen, daß der See mindestens 700000 Jahre alt ist und früher eine riesige Fläche bedeckte. Seither schrumpft er beständig, doch kritische Ausmaße nahm dieser Schrumpfungsprozeß seit den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als die expandierende Millionenstadt Los Angeles die Zuflüsse des Mono Lakes als Trinkwasserquelle nutzte und umleitete. Im Jahre 1994 zog die Regierung des Staates Kalifornien einen Schlußstrich und legte einen minimalen Wasserstand für den Mono Lake fest, seitdem scheint sich das Ökosystem, welches eine bedeutende Zwischenstation für Zugvögel auf dem Wege nach Südamerika darstellt, stabilisiert zu haben.
Genug doziert, auf geht´s nach Bodie, zur vielleicht schönsten Geisterstadt Amerikas (Zitat Reiseführer). Einst Heimatort von 8000 Goldgräbern um ca. 1880, ist Bodie seit Ende des 2. Weltkrieges verlassen, da die Goldadern schließlich versiegten und die Lebensumstände in ca. 3000 Meter Höhe äußerst hart und lebensfeindlich waren. Das wird uns schon auf der Anreise klar, da der Ort wirklich "in the middle of nowhere" liegt und selbst heutzutage mit Autos nur mühsam zu erreichen ist. Kaum vorstellbar, daß hier einmal so viele Menschen so weit ab vom Schuß (oder das vielleicht gerade nicht, die Gewaltrate war ziemlich hoch und Schußverletzungen mit Todesfolge keine Seltenheit!) gelebt haben. Wir fragen uns wirklich, wovon die Leute damals gelebt und sich ernährt haben - erfolgreiche Landwirtschaft scheint hier kaum möglich.
Durch mehrere Feuersbrünste und natürliche Zerfallsprozesse sind heute nurmehr ca. 5% der damaligen Häuser erhalten. Seit 1962 ist die Geisterstadt ein "State Park", und der Staat Kalifornien bemüht sich um ihre Erhaltung in einer Art "arrested decay". Es ist sehr spannend, durch die Geisterstadt zu streunen und in die verstaubten Wohn- und Schlafzimmer sowie Geschäfte und Klassenzimmer der ehemaligen Bewohner Bodies zu spähen, aber leider drängt die Zeit und wir brechen schließlich gen Yosemite Park auf, um diesen noch im Hellen zu erreichen.
Der Tioga Pass ist gut befahrbar und schlängelt sich durch die wunderschöne Landschaft des Yosemite-Parks. Noch bei Tageslicht kommen wir in Curry Village an und beziehen unser beheiztes Zelt. Bevor wir zu Bett gehen, muß jedoch alles Eßbare sowie Duftende in bärensicheren Boxen außerhalb des Zeltes verstaut werden - herumstreunende Bären auf Futtersuche sind hier keine Seltenheit. Anschließend kuscheln wir uns in unser inzwischen wohlig warmes Bettchen.
6. Oktober: Mammoth und Umgebung
Der Morgen begrüßt uns mit einer wunderschönen Winterlandschaft bei strahlendem Sonnenschein. Mammoth ist ein bekanntes Skigebiet, und auf dem Weg zum "Earthquake Fault", einer riesigen Spalte im Erdboden, bei der sich die Experten um den Entstehungsprozeß streiten, fühlen wir uns in den Skiurlaub in Bayern oder Österreich versetzt, gibt es doch tatsächlich einen "Alpenhof" und ein Restaurant namens "Yodler".

Eigentlich wollten wir höher hinaus zum Devil´s Postpile, eine sehenswerte Gesteinsformation, aber der Wintereinbruch macht uns einen Strich durch die Rechnung: Die Straße dorthin ist leider ab ca. 9000 Fuß Höhe gesperrt. Also drehen wir um und fahren stattdessen auf Anraten des Reiseführers zur nahegelegenen Seenplatte, die uns mit spektakulären Ausblicken empfängt.

Interessant mutet uns nur der sogenannte "CO2 Hazard" an... was das wohl bedeuten mag?!? Um auf der sicheren Seite zu verweilen, beschließen wir, hier nicht zu lange zu bleiben, und weil unsere Mägen auch schon gewaltig knurren, fahren wir ins ca. 25 Meilen entfernte Bishop, dem nächstgrößeren Ort, der übrigens im Paiute-Indianerreservat gelegen ist. Dort nehmen wir ein wohlverdientes spätes Frühstück bei "Denny´s" ein, um danach frisch gestärkt im örtlichen Supermarkt unsere Futterreserven für die kommenden Tage aufzufüllen, da wir einen gewaltigen Preisanstieg im Yosemite Valley erwarten.
Nun geht es weiter zum Rock Creek Canyon, wo wir uns auf einen ca. zweistündigen, schönen "Hike" begeben, der uns an mehreren pittoresken Bergseen vorbeiführt.

Beim Wandern merken wir auch, daß wir uns in knapp 3000 Meter Höhe befinden, beginnen wir doch deutlich früher zu schnaufen als gewohnt - oder ist es etwa doch das einsetzende Alter?! Sei´s drum, wir trösten uns mit der Aussicht auf einen herrlichen "Mud Pie" in der örtlichen "Berghütte", der uns von Erik und seinen Eltern wärmstens ans Herz gelegt wurde. Tatsächlich finden wir auch den besagten Laden, doch teilt uns der sehr freundliche Betreiber mit, daß wir heute leider zu spät sind - der gesamte Kuchenbestand ist bereits geplündert. Schade, aber was soll´s... vielleicht spart uns das einen "Rettungsring" mehr...
Zurück in Mammoth Lakes beschließen wir, den Tag mit einem entspannenden Whirlpool-Bad ausklingen zu lassen und anschließend zeitig ins Bett zu gehen, um Kraft für die folgende Etappe zum Yosemite National Park zu sammeln. Nebenbei lernen wir durch Internetrecherche, daß der Tioga-Paß inzwischen wieder befahrbar ist, so daß wir an unserer ursprünglich geplanten Route festhalten können.
Eigentlich wollten wir höher hinaus zum Devil´s Postpile, eine sehenswerte Gesteinsformation, aber der Wintereinbruch macht uns einen Strich durch die Rechnung: Die Straße dorthin ist leider ab ca. 9000 Fuß Höhe gesperrt. Also drehen wir um und fahren stattdessen auf Anraten des Reiseführers zur nahegelegenen Seenplatte, die uns mit spektakulären Ausblicken empfängt.
Interessant mutet uns nur der sogenannte "CO2 Hazard" an... was das wohl bedeuten mag?!? Um auf der sicheren Seite zu verweilen, beschließen wir, hier nicht zu lange zu bleiben, und weil unsere Mägen auch schon gewaltig knurren, fahren wir ins ca. 25 Meilen entfernte Bishop, dem nächstgrößeren Ort, der übrigens im Paiute-Indianerreservat gelegen ist. Dort nehmen wir ein wohlverdientes spätes Frühstück bei "Denny´s" ein, um danach frisch gestärkt im örtlichen Supermarkt unsere Futterreserven für die kommenden Tage aufzufüllen, da wir einen gewaltigen Preisanstieg im Yosemite Valley erwarten.
Nun geht es weiter zum Rock Creek Canyon, wo wir uns auf einen ca. zweistündigen, schönen "Hike" begeben, der uns an mehreren pittoresken Bergseen vorbeiführt.
Beim Wandern merken wir auch, daß wir uns in knapp 3000 Meter Höhe befinden, beginnen wir doch deutlich früher zu schnaufen als gewohnt - oder ist es etwa doch das einsetzende Alter?! Sei´s drum, wir trösten uns mit der Aussicht auf einen herrlichen "Mud Pie" in der örtlichen "Berghütte", der uns von Erik und seinen Eltern wärmstens ans Herz gelegt wurde. Tatsächlich finden wir auch den besagten Laden, doch teilt uns der sehr freundliche Betreiber mit, daß wir heute leider zu spät sind - der gesamte Kuchenbestand ist bereits geplündert. Schade, aber was soll´s... vielleicht spart uns das einen "Rettungsring" mehr...
Zurück in Mammoth Lakes beschließen wir, den Tag mit einem entspannenden Whirlpool-Bad ausklingen zu lassen und anschließend zeitig ins Bett zu gehen, um Kraft für die folgende Etappe zum Yosemite National Park zu sammeln. Nebenbei lernen wir durch Internetrecherche, daß der Tioga-Paß inzwischen wieder befahrbar ist, so daß wir an unserer ursprünglich geplanten Route festhalten können.
Sunday, October 7, 2007
5. Oktober: Durch das Tal des Todes
Nach drei Übernachtungen in Vegas ist schließlich Abreisetag. Der Weg soll uns durch das Tal des Todes (Death Valley), das den tiefsten Punkt der Kontinentalmasse der Vereinigten Staaten beherbergt, über den Highway 395 am Mount Whitney, der wiederum den höchsten Punkt markiert, vorbei nach Mammoth Lakes führen. Bevor wir uns endgültig aufmachen, schauen wir noch kurz bei Eriks Schwester Amy vorbei, die uns einen leckeren Cappuccino serviert und uns eine Tour durch ihr wunderschönes Haus gibt. Nach dem kurzen Zwischenstop geht es endlich auf nach Death Valley.

Zum Glück spielt das Wetter mit und es ist dort nicht, wie im Sommer sonst üblich, unerträglich heiß, sondern erwartet uns mit angenehm kühlen Temperaturen, so daß wir sogar Pullis überziehen müssen. Die Landschaft hat ihre ganz eigenen Reize: Zwar kann das Death Valley, wie der Name schon vermuten läßt, nicht mit einer üppigen, vielfältigen Vegetation aufwarten, aber die verschiedenstfarbigen Fels- und Sandformationen machen das dicke wieder wett und unsere Fahrt durch das Tal des Todes zu einem einmaligen, faszinierenden Erlebnis.





Beim Verlassen des Death Valleys ist die Sonne leider nahezu untergegangen, und von der Landschaft danach bis Mammoth Lakes sehen wir leider nicht viel. Was uns allerdings nicht entgehen kann und für uns eine riesengroße Überraschung darstellt, ist der einsetzende kräftige SCHNEEFALL kurz vor Mammoth Lakes, das wir nach insgesamt 347 Meilen Fahrt erreichen. Wir in unseren für Las Vegas bestens geeigneten Shorts und Sandalen sind auf solche Wetterkapriolen nicht gerade bestens vorbereitet.

Beim Erreichen des Holiday Inn in dem bekannten kalifornischen Skigebiet stellen wir erleichtert fest, daß auch andere Touristen von diesem Wetterumschwung im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt worden sind. Aber alles halb so wild, wir haben je einen Koffer voller Klamotten und die Lagentechnik wird schon dafür sorgen, daß wir nicht frieren müssen. Jedoch bereitet uns die Tatsache Sorge, daß der "Tioga Pass", den wir in zwei Tagen überqueren wollen, um in den Yosemite-Nationalpark zu gelangen, wegen des Schneefalls gesperrt ist. Na ja, es sind ja noch zwei Tage Zeit, und da kann bekanntlich so Einiges passieren. Beruhigt stellen wir fest, daß das Holiday Inn sehr sauber und hervorragend ausgestattet ist, wir haben eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine mit ordentlich Kaffee und sogar einen Whirlpool auf dem Zimmer. Wir beschließen, diesen Luxus noch einmal in vollen Zügen zu genießen, bevor es in das spartanische, doch zumindest beheizte Zelt im Yosemite-Park geht.
Nachtrag: Da wir nicht wissen, wie es in den nächsten Tagen mit Internet-Zugang aussieht - gerade im Nationalpark! - bitten wir zu entschuldigen, falls es einige Tage wieder etwas "stiller" ist.
Zum Glück spielt das Wetter mit und es ist dort nicht, wie im Sommer sonst üblich, unerträglich heiß, sondern erwartet uns mit angenehm kühlen Temperaturen, so daß wir sogar Pullis überziehen müssen. Die Landschaft hat ihre ganz eigenen Reize: Zwar kann das Death Valley, wie der Name schon vermuten läßt, nicht mit einer üppigen, vielfältigen Vegetation aufwarten, aber die verschiedenstfarbigen Fels- und Sandformationen machen das dicke wieder wett und unsere Fahrt durch das Tal des Todes zu einem einmaligen, faszinierenden Erlebnis.
Beim Verlassen des Death Valleys ist die Sonne leider nahezu untergegangen, und von der Landschaft danach bis Mammoth Lakes sehen wir leider nicht viel. Was uns allerdings nicht entgehen kann und für uns eine riesengroße Überraschung darstellt, ist der einsetzende kräftige SCHNEEFALL kurz vor Mammoth Lakes, das wir nach insgesamt 347 Meilen Fahrt erreichen. Wir in unseren für Las Vegas bestens geeigneten Shorts und Sandalen sind auf solche Wetterkapriolen nicht gerade bestens vorbereitet.
Beim Erreichen des Holiday Inn in dem bekannten kalifornischen Skigebiet stellen wir erleichtert fest, daß auch andere Touristen von diesem Wetterumschwung im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt worden sind. Aber alles halb so wild, wir haben je einen Koffer voller Klamotten und die Lagentechnik wird schon dafür sorgen, daß wir nicht frieren müssen. Jedoch bereitet uns die Tatsache Sorge, daß der "Tioga Pass", den wir in zwei Tagen überqueren wollen, um in den Yosemite-Nationalpark zu gelangen, wegen des Schneefalls gesperrt ist. Na ja, es sind ja noch zwei Tage Zeit, und da kann bekanntlich so Einiges passieren. Beruhigt stellen wir fest, daß das Holiday Inn sehr sauber und hervorragend ausgestattet ist, wir haben eine Mikrowelle, eine Kaffeemaschine mit ordentlich Kaffee und sogar einen Whirlpool auf dem Zimmer. Wir beschließen, diesen Luxus noch einmal in vollen Zügen zu genießen, bevor es in das spartanische, doch zumindest beheizte Zelt im Yosemite-Park geht.
Nachtrag: Da wir nicht wissen, wie es in den nächsten Tagen mit Internet-Zugang aussieht - gerade im Nationalpark! - bitten wir zu entschuldigen, falls es einige Tage wieder etwas "stiller" ist.
4. Oktober: Abstecher nach Zion
Am heutigen Morgen steht einmal Frühaufstehen auf dem Plan, da wir eine lange Reise vor uns haben. Es soll nach Zion, nicht dem gelobten Land Israels, sondern vielmehr dem zweiten Nationalpark auf unserer Tour, der 150 Meilen von Las Vegas entfernt im Staate Utah liegt. Auf dem Weg passieren wir viel Wüstenlandschaft, einige vereinzelte Städte und drei Bundesstaaten, Nevada, Arizona und Utah. In Utah, dem Bundesstaat der Mormonen, fallen uns im Vorbeifahren etliche Kirchen sogar in den kleinsten Örtchen auf. Nach mehrstündiger Fahrt erreichen wir schließlich unser Ziel. Wir entscheiden uns für den Nordeingang, der gut erreichbar an der Interstate-15 liegt. Am Ziel angekommen, werden wir instantan für die lange Reise belohnt: Der Anblick der zerklüfteten roten Felsen des Kolob Canyons zusammen mit den herbstlich gefärbten Bäumen läßt uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Dementsprechend schießen wir ein Foto nach dem nächsten.

Auf einer Aussichtsplattform, die am höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt liegt, genießen wir zunächst den herrlichen Ausblick und begeben uns dann auf einen kurzen, wunderschönen Hiking Trail, um danach wieder etwas talwärts zu fahren.


Auf halber Strecke stellen wir unser Auto abermals ab, um diesmal eine längere Wanderung vorzunehmen. Auf dieser geht es bergauf, bergab und über Stock und Stein, wir überqueren ausgetrocknete Flußbetten, entdecken Vögel und kleine Schlangen, die glücklicherweise mindestens genauso viel Angst vor uns zu haben scheinen wie wir vor ihnen. Die Vegetation und die Felsen sind wirklich atemberaubend, und wir würden am Liebsten immer weiter laufen, aber die untergehende Sonne und die Blasen an unseren Füßen zwingen uns nach gut 4 Meilen, die wir im Eiltempo zurückgelegten haben, am La Verkin Creek, der übrigens ganzjährig Wasser führt, zum Umkehren.


Erschöpft, aber glücklich erreichen wir noch vor Einbrechen der Dunkelheit unseren Wagen und machen uns auf den Nachhauseweg.

Wieder im Hotel angekommen, ist nicht an einen erneuten Kasino-Streifzug zu denken, vielmehr fallen wir vollkommen erschossen ins Bett.
Auf einer Aussichtsplattform, die am höchsten mit dem Auto erreichbaren Punkt liegt, genießen wir zunächst den herrlichen Ausblick und begeben uns dann auf einen kurzen, wunderschönen Hiking Trail, um danach wieder etwas talwärts zu fahren.
Auf halber Strecke stellen wir unser Auto abermals ab, um diesmal eine längere Wanderung vorzunehmen. Auf dieser geht es bergauf, bergab und über Stock und Stein, wir überqueren ausgetrocknete Flußbetten, entdecken Vögel und kleine Schlangen, die glücklicherweise mindestens genauso viel Angst vor uns zu haben scheinen wie wir vor ihnen. Die Vegetation und die Felsen sind wirklich atemberaubend, und wir würden am Liebsten immer weiter laufen, aber die untergehende Sonne und die Blasen an unseren Füßen zwingen uns nach gut 4 Meilen, die wir im Eiltempo zurückgelegten haben, am La Verkin Creek, der übrigens ganzjährig Wasser führt, zum Umkehren.
Erschöpft, aber glücklich erreichen wir noch vor Einbrechen der Dunkelheit unseren Wagen und machen uns auf den Nachhauseweg.
Wieder im Hotel angekommen, ist nicht an einen erneuten Kasino-Streifzug zu denken, vielmehr fallen wir vollkommen erschossen ins Bett.
Saturday, October 6, 2007
3. Oktober: Hoover Dam und Amusement Tour
Heute schlafen wir uns nach den gestrigen Strapazen erstmal richtig aus und beginnen den Tag in Vegas mit einem späten Frühstück bei Starbucks. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Hoover Dam, den wir nach ca. 40 Minuten Fahrzeit erreichen. Dieser Damm staut den Colorado River auf und läßt dadurch den Lake Mead entstehen, der ein lebensnotwendiges Trinkwasserreservoir nebst Stromquelle für etwa 30 Millionen Amerikaner in den umliegenden Staaten Nevada, Arizona und Kalifornien darstellt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, daß die Amerikaner an dieser empfindlichen Stelle Terroranschläge befürchten und wir, bevor wir auf dem Damm selbst spazieren gehen können, eine Sicherheitskontrolle passieren müssen. Vom Staudamm aus haben wir einen hervorragenden Blick u.a. auf eine sehr interessante Baustelle einer Brücke, die einmal die Schlucht über den Colorado River überspannen soll. Speziell für unseren Bauingenieur Dirk halten wir das Projekt in einem Foto fest. Zudem sehen wir ungewöhnliche Strommasten, die eine deutlich größere Neigung als der schiefe Turm von Pisa aufweisen und offenbar nur von den Überlandleitungen selbst stabilisiert werden - für deutsche Augen ein äußerst ungewöhnlicher Anblick!


Auf dem Rückweg machen wir einen Zwischenstop bei "Style - Dress for Less", damit Imke sich noch eine angemessene Abendgarderobe für die Kasino-Tour zulegen kann, schließlich haben wir ja "Casino Royale" mit James Bond gesehen und wissen, was sich in einem Kasino gehört. Im Gegensatz zu Ingo, der ja nach Urlaubsende eine Konferenz in Seattle besucht, ist Imke kleidungstechnisch nicht auf so etwas vorbereitet... Nach Erwerb einer vollständigen Kollektion inklusive modischer Assessoires sind wir für die Erkundung des Nachtlebens gerüstet und begeben uns auf den Strip.

In der Dunkelheit sehen die "Miniatur"-Nachbildungen von Eiffelturm, Empire State Building und Freiheitsstatue kitschig, aber irgendwie toll aus. Jedes Kasino hat ein eigenes Thema: Paris, New York, Caesar´s Palace mit römisch-antik anmutenden Bauten sowie das "Monte Carlo" mit dem Grimaldi-Palast, um nur einige zu nennen. Wir genießen einfach die famose Reizüberflutung und schauen den anderen Leuten beim Geld-Verzocken zu. Imke kann Ingo kann gerade noch einmal an den Roulette-Tischen vorbeizerren und mit viel Überredungskunst und rhetorischer Kunstgriffe davon überzeugen, daß sein Gehalt deutlich besser in neue Sportgeräte investiert sei. ;-)
So klingt der Tag ohne finanzielle Verluste, aber reich an neuen Erfahrungen aus.


In der Dunkelheit sehen die "Miniatur"-Nachbildungen von Eiffelturm, Empire State Building und Freiheitsstatue kitschig, aber irgendwie toll aus. Jedes Kasino hat ein eigenes Thema: Paris, New York, Caesar´s Palace mit römisch-antik anmutenden Bauten sowie das "Monte Carlo" mit dem Grimaldi-Palast, um nur einige zu nennen. Wir genießen einfach die famose Reizüberflutung und schauen den anderen Leuten beim Geld-Verzocken zu. Imke kann Ingo kann gerade noch einmal an den Roulette-Tischen vorbeizerren und mit viel Überredungskunst und rhetorischer Kunstgriffe davon überzeugen, daß sein Gehalt deutlich besser in neue Sportgeräte investiert sei. ;-)
So klingt der Tag ohne finanzielle Verluste, aber reich an neuen Erfahrungen aus.
2. Oktober: Bye, bye LA - Las Vegas, wir kommen!
Heute heißt es Abschied nehmen von Brigit und Carl, und, mit den besten Wünschen und Reisetips ausgestattet, machen wir uns auf den Weg. Zunächst erkunden wir schnell die Strände im Süden - Seal Beach, Huntington Beach (hier wurde ein Teil von Baywatch gedreht!) und Laguna Beach - bevor es schließlich gen Landesinnere geht.
Nach einem kurzen Abstecher nach Palm Springs, ein Ort, der Tennisfans wegen des alljährlichen Weltklasseturniers ein Begriff ist, erreichen wir unseren ersten Nationalpark auf der Liste, den Joshua Tree National Park. Hier rammt sich Imke in Flipflops beim Selbstauslöserbild jede Menge Kaktusgedächtnisstacheln in den Fuß, zum Glück mit keinen weitreichenderen Folgen, obschon eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Aber dieser kleine Zwischenfall kann nichts an der Tatsache ändern, daß der Park ein schönes Naturerlebnis und die Wüstenlandschaft abwechslungsreicher ist als gedacht.
Nach der Durchquerung entschließen wir uns wegen der einbrechenden Dunkelheit, nicht wie geplant durch die Mojave-Wüste zu fahren, sondern die längere, aber hoffentlich weniger einsame Route von Twentynine Palms nach Osten zum Highway 95 zu nehmen. Das mit der Einsamkeit relativiert sich jedoch schnell wieder, denn auf unzähligen Meilen kommt uns kein einziges Auto entgegen und an Wohnsiedlungen ist gar nicht erst zu denken. Angesichts der stetig fallenden Tanknadel und der uns umgebenden Einsamkeit wird uns zwischenzeitlich etwas mulmig zumute, auch wenn uns die Logik sagt, daß an der Kreuzung mit der 95 doch eine Tanke und noch Sprit für mindestens 100 Meilen im Tank sein sollte. Trotzdem bestimmt Ingo schon mal - ob aus Sorge oder Langeweile, sei dahingestellt - den Abstand der Notrufsäulen zu 2 Meilen, da unsere Handys natürlich keinen Empfang haben. Endlich dann der erlösende Anblick einer Tankstelle an der Kreuzung, und mit vollem Tank gehen wir den letzten Streckenabschnitt des Tages an. Nach ca. zweieinhalb weiteren Fahrstunden erreichen wir wohlbehalten Las Vegas - daran gibt es wegen der beeindruckenden Helligkeit am Horizont auch keinerlei Zweifel. Beim Einchecken in "Bill´s Gambling Hall & Saloon", das direkt am berühmt-berüchtigten "Las Vegas Strip" gegenüber vom Kasino "Bellagio" liegt und an das von der Mafia gegründete "Flamingo´s", bekannt aus dem Hollywoodfilm "Bugsy", angrenzt, erleben wir eine freudige Überraschung, haben wir doch ein kostenloses Upgrade von einem normalen Hotelzimmer zu einer geräumigen Suite erfahren, und das für 60 Dollar pro Nacht! Fast benommen von den gegensätzlichen Eindrücken des Tages, Einsamkeit, Wüste und grellem Lichterspiel im "Entertainment Capital of the World" schlafen wir schließlich ein.
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