Friday, October 5, 2007

30. September: Universal Studios - ein Blick hinter die Kulissen?

Heute steht etwas typisch Amerikanisches auf dem Programm: Ein Besuch der Universal Studios in Hollywood. Rieke, die deutsche Austauschschülerin, begleitet uns. Auf dem Gelände angekommen, müssen wir erst einmal kräftig löhnen: Der Eintritt beträgt 61 Dollar pro Person, wobei die Parkgebühr noch nicht inbegriffen ist, dafür werden noch einmal 10 Dollar extra fällig. Man stelle sich einmal vor, man kommt hier als fünfköpfige Familie her, da wird man aber ganz schnell arm... und dazu kommt ja noch das Essen. Naja, egal... once in a lifetime, gell?Finanziell erleichtert stürzen wir uns ins Getümmel. Zunächst ist uns nach Gruseln zumute. Das House of Horrors scheint uns dafür bestens geeignet. Allerdings müssen wir schnell feststellen, daß diese Attraktion etaws mau ist. Lediglich am Ende wird einem ein wenig unwohl, wenn echte Menschen in Horrorfilmkostümen mit Kettensägen und Beilen auf einen einstürzen. Da erschallt so manch schriller Schrei durch die Grotten.

Nach dem seichten Beginn entscheiden wir uns für drei der insgesamt acht Hauptattraktionen. Alles können wir leider nicht schaffen, da die Zeit bereits etwas fortgeschritten ist und sich vor den Shows immer Warteschlangen bilden. Unsere Wahl fällt auf 3D-Shows mit Shrek und dem Terminator und eine Live-Bühnenshow in den Kulissen des Films "Waterworld", der damals mit Kevin Costner floppte. Die Show mit echten Jetskis, vielen Stunteinlagen und ordentlich Spezialeffekten gehört zu den besseren Attraktionen des Tages. Die 3D-Shows mit Spezialbrille sind nicht übel, man könnte wirklich denken, man wäre Teil der Szenerie.
Als Highlight des Tages unternehmen wir eine Fahrt mit der Studiobahn, die uns durch die Kulissenlandschaft der Studios führt. Man kommt vorbei an verschiedenen Hallen (Sets), in denen einige der Fernsehserien und Filme gedreht werden. So passieren wir beispielsweise den Set von CSI. Klingt cool, besonders da wir diese Serie wirklich gerne gucken, aber man sieht lediglich das Exterieur. Also leider nicht wirklich spannend. Das Beste an der Rundfahrt ist der Turn durch die Wysteria-Lane, die von den "Desperate Housewives" bewohnt wird.
Leider treffen wir keine der Damen, und wir dürfen auch keinen Fuß auf die berühmte Straße setzen. Alles in allem muß man sagen, daß die Studios eindeutig mehr auf Kinder ausgelegt sind und daß die 60 Dollar wirklich zu teuer sind für das, was einem letztendlich geboten wird. Wir sind mit einer anderen Erwartung hierher gekommen, da wir dachten, daß auf mehr Filmszenen Bezug genommen und mehr Hintergrundinformationen angeboten würden - die gibt es dann möglicherweise für noch einmal für sage und schreibe 48 Dollar mehr... Im Nachhinein wären wir vielleicht doch besser nach Disneyland gefahren, da weiß man eher, was man bekommt.

No comments: